Hap-Ki-Do Lehrsystem Kim Sou Bong
Die psychologischen und pädagogischen Aspekte im Lehrsystem Kim Sou Bong ermöglichen es, die „Original Hap-Ki-Do-Lehre" der europäischen Mentalität anzupassen. Dies bezieht sich einerseits auf die „Lehre" selbst im Sinne der Entwicklung der Persönlichkeit und andererseits auf die Anwendungsmöglichkeit von realen, wirkungsvollen Selbstverteidigungstechniken. Das Hauptaugenmerk ist stets auf die Gesundheit gerichtet, d. h. auf eine verletzungsfreie Ausbildung. Dies wird durch ein speziell entwickeltes Kommunikations-Kontrollsystem gesichert.
In der Basisausbildung werden die Voraussetzungen für eine reale Selbstverteidigung geschaffen. Der Hap-Ki-Do-ka wird psychisch und physisch da abgeholt, wo er sich in seiner Konstitution gerade befindet. In ihm wird ein Bewusstsein aufgebaut, welches den Hap-Ki-Do-ka in die Lage versetzt, Widerstands- und Durchsetzungskraft sowie Kampfwillen zu entwickeln und sich somit zu behaupten.
Das Lehrsystem zielt auf eine kontrollierte und somit verletzungsfreie reale Ausbildung ab, in welcher sich der Mensch als Gesamtheit positiv entwickelt. Auf leistungssportliche Fähigkeiten, Akrobatik und Show wird verzichtet. Ebenso ist der Einsatz bzw. Umgang mit sogenannten klassischen Waffen nicht Zielsetzung des Lehrsystems. Ausgenommen davon sind Anwendungsübungen mit einem „Stock" (Dan-Pong), welcher nicht als Waffe gilt, da ein solcher in der Natur vorkommt bzw. zu finden ist. Klassische Formen, sogenannte „Formenläufe (Hyongs)", finden keine Anwendung im Hap-Ki-Do Lehrsystem Kim Sou Bong.
Merkmale des Systems
- Anpassungsfähige Trainingsmethoden für jedermann
- Anwendung von Kontrollformen
- Technische, moralische und realitätsbezogene Bildungsform
- Anwendung der Selbstverteidigung nach kürzester Zeit möglich
- Schaffung einer moralischen Grundlage für Vorbild und Persönlichkeit
- Sinn- und zielbewusste technische Lehrform durch die systematisch aufgebaute Prüfungsordnung
- Permanente Ausrichtung auf den Selbstschutz im Sinne einer realen Selbstverteidigung
- An den Entwicklungsprozess angepasste Prüfungsordnung
HAP-KI-DO Stammbaum
Choi Yong Sul
09.11.1904 – 15.06.1986Kam 1912 nach Japan und wurde 10 Jahre in Daido-Ryu-Aiki-Jutsu ausgebildet. Nach 1945 zurück in Korea, entwickelte er HapKi Yu Kwon Sul.
Dojunim Ji Han Jae
* 27.10.1936Einer der ersten Schüler von Choi Yong Sul, kombinierte ab 1957 in Seoul die Stile Teakyon und Yawara und prägte 1958 erstmals den Namen HapKiDo.
Kim Sou Bong
25.07.1937 – 04.08.2011Jahrelang Trainerassistent von Ji Han Jae, wanderte 1963 nach Deutschland aus und entwickelte dort sein eigenes Lehrsystem, das er in ganz Europa verbreitete.
Gerhard Agrinz
* 23.10.1954Persönlicher Meisterschüler von Kim Sou Bong seit 1971, per Lizenzvertrag vom 09.01.2011 offiziell zu dessen Rechtsnachfolger für das Lehrsystem ernannt.